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Glasfasern

Textilglas weist eine hohe Zugfestigkeit bei geringer Dehnung und niedrigem spezifischem Gewicht auf. Die Dehnung ist elastisch und gering.

  • Spezifisches Gewicht (g/cm³): 2,60
  • Dielektrizitätskonstante bei 106 Hz: 5,8~6,7
  • Elektr. spez. Widerstand bei 20°C ([Ω]/cm): 1015
  • Thermischer Ausdehnungskoeffizient (10-6 K-1): 5,0
  • Wärmeleitfähigkeit (W/mK): 0,9
  • Zugfestigkeit (N/mm²):  3400
  • E-Modul (N/mm²): 73000

Textilglas ist unbrennbar. Gewebe aus Glasfasern haben eine hohe Restfestigkeit nach Temperaturbeaufschlagung.

Restzugfestigkeit von E-Glas nach 24-stündiger Lagerung
(%) 100 98 82 65 48 14 -.-
(°C) -200 200 300 400 500 600 700

Glas ist gegen Öle, Fette und Lösungsmittel beständig und zeigt eine gute Beständigkeit gegen Säure und Laugen bei pH-Werten von 3-9. Trotzdem werden die Materialeigenschaften von Temperatur und Einwirkdauer beeinflusst. Säuren lösen bestimmte Atome aus der Glasoberfläche heraus, was zur Versprödung führt. Laugen tragen die Glasoberfläche langsam ab.

Festigkeitsverlust nach 30 Tagen Einwirkzeit: 

Medium Festigkeitsverlust [%]
Essigsäure bis 15
Salpetersäure  <30
Salzsäure 15-30
Schwefelsäure  <30
Ammoniak 15-30
Natronlauge  <30

 

Glasfasern enthalten keine gesundheitsgefährdenden und giftigen Stoffe. Aufgrund der Filament-durchmesser größer als 4 µm und der chemischen Struktur des Glases treten nach bisherigen Erkenntnissen keine Lungenschäden auf.

Gewebe aus Glasfasern werden auf Grund ihrer mechanischen und chemischen Eigenschaften und wegen des, im Vergleich zu den anderen verwendbaren Geweben, günstigen Preises hauptsächlich für die PTFE-, Silikon- und PU-Beschichtung eingesetzt.